Hermann Hesse
* 1877 · † 1962
Biografie
Hermann Hesse war ein Dichter der Selbstfindung. Seine Romane über die Suche nach dem eigenen Weg — “Siddhartha”, “Der Steppenwolf”, “Das Glasperlenspiel” — wurden weltweit zu Kultbüchern ganzer Generationen.
Leben
Geboren am 2. Juli 1877 in Calw im Schwarzwald, wuchs Hesse in einem streng pietistischen Elternhaus auf. Die Konflikte zwischen den Erwartungen der Familie und seinem eigenen Weg prägten sein gesamtes Werk. Nach einer Buchhändlerlehre und ersten literarischen Erfolgen zog er in die Schweiz, wo er bis zu seinem Tod lebte.
Werk
Hesses Romane kreisen um ein Grundthema: den Weg des Einzelnen zu sich selbst. “Siddhartha” (1922) erzählt die spirituelle Reise eines jungen Inders, “Der Steppenwolf” (1927) die innere Zerrissenheit eines Intellektuellen, “Narziss und Goldmund” (1930) den Gegensatz zwischen Geist und Sinnlichkeit.
1946 erhielt Hesse den Nobelpreis für Literatur. In den 1960er und 70er Jahren erlebten seine Werke eine Renaissance durch die Hippie-Bewegung — seine Themen der Selbstfindung, östlichen Spiritualität und des Nonkonformismus trafen den Nerv der Zeit.
Zitate
Hesses Zitate gehören zu den meistzitierten in deutscher Sprache. Sein berühmtes “Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne” aus dem Gedicht “Stufen” ist zur geflügelten Redensart geworden. Er starb am 9. August 1962 in Montagnola, Schweiz.