Rainer Maria Rilke
* 1875 · † 1926
Biografie
Rainer Maria Rilke war der bedeutendste deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine Sprache hat eine Intensität und Schönheit, die Leser bis heute tief berührt.
Leben
Geboren am 4. Dezember 1875 in Prag, hatte Rilke eine schwierige Kindheit — seine Mutter kleidete ihn als Mädchen, um den Verlust einer Tochter zu verarbeiten. Er studierte in Prag, München und Berlin, reiste durch Russland und lebte als “poeta doctus” ohne feste Heimat in ganz Europa.
Werk
Die “Duineser Elegien” und die “Sonette an Orpheus” gelten als Gipfelwerke der modernen Lyrik. Doch auch seine Prosa — insbesondere “Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge” und die “Briefe an einen jungen Dichter” — gehören zur Weltliteratur.
Rilke schrieb über Einsamkeit, Liebe, Tod und das Staunen vor dem Dasein. Seine Sprache verwandelt das Alltägliche in etwas Erhabenes. Sätze wie “Du musst dein Leben ändern” sind zu geflügelten Worten geworden.
Vermächtnis
Rilke starb am 29. Dezember 1926 in Montreux. Er hatte sich an einer Rosenhecke gestochen, die Infektion führte zu einer tödlichen Leukämie. Auf seinem Grabstein steht ein von ihm selbst verfasster Spruch — ein letztes poetisches Statement.