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Johann Wolfgang von Goethe

* 1749 · † 1832

Biografie

Johann Wolfgang von Goethe gilt als der bedeutendste deutsche Dichter und als einer der herausragendsten Vertreter der Weltliteratur. Geboren am 28. August 1749 in Frankfurt am Main, wuchs er in wohlhabenden Verhältnissen auf und erhielt eine umfassende Bildung.

Leben und Werk

Goethe studierte Jura in Leipzig und Straßburg, doch seine wahre Leidenschaft galt der Literatur und den Naturwissenschaften. Mit dem Briefroman “Die Leiden des jungen Werthers” (1774) wurde er über Nacht zum europäischen Literaturstar. Der Roman löste eine Welle der Begeisterung aus, die als “Werther-Fieber” in die Geschichte einging.

Ab 1775 lebte Goethe in Weimar, wo er als Minister, Theaterleiter und Berater des Herzogs Carl August wirkte. Hier entstanden seine bedeutendsten Werke: “Wilhelm Meisters Lehrjahre”, “Iphigenie auf Tauris”, die “Römischen Elegien” und sein Lebenswerk “Faust” — ein Drama, an dem er über 60 Jahre arbeitete.

Goethe als Denker

Goethes Zitate und Weisheiten sind bis heute lebendig. Seine Beobachtungen über Liebe, Natur, Menschlichkeit und das Streben nach Erkenntnis treffen einen universellen Nerv. Er war kein Philosoph im akademischen Sinne, sondern ein Lebensphilosoph, der aus Erfahrung sprach.

Seine Freundschaft mit Friedrich Schiller (ab 1794) gilt als eine der produktivsten in der Literaturgeschichte. Gemeinsam prägten sie die Weimarer Klassik.

Bedeutung

Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar. Seine letzten Worte sollen “Mehr Licht!” gewesen sein — ob als Bitte, die Fensterläden zu öffnen, oder als philosophisches Statement, bleibt offen. Was bleibt, ist ein Werk, das Generationen inspiriert hat und weiter inspiriert.

Sprüche von Johann Wolfgang von Goethe