Sich erregen, sich aufregen; in Hitze oder Aufregung geraten, besonders über etwas, das man als empörend empfindet.
echauffieren
Aus dem Französischen 's'échauffer' (sich erhitzen), abgeleitet von 'chaud' (warm, heiß), das auf das Lateinische 'calidus' (warm) zurückgeht. Wörtlich bedeutet 'echauffieren' also 'sich erhitzen' — und tatsächlich steigt bei Aufregung die Körpertemperatur.
Echauffieren im Alltag
Wer sich echauffiert, regt sich auf — aber mit Stil. Das Wort klingt wie ein gehobenerer Ärger, der sich seiner selbst bewusst ist. Man echauffiert sich im Feuilleton, nicht in der Kneipe; über politische Fehlentscheidungen, nicht über den fehlenden Parkplatz.
Beispiele
- “Er echauffierte sich über den Leitartikel, als hätte man ihn persönlich beleidigt.”
- Die Kollegin echauffierte sich über die kurzfristige Terminänderung.
- Sich über anderer Leute Grammatikfehler zu echauffieren ist ein Hobby, das viele pflegen.
- “Echauffier dich nicht so — es war nur ein Missverständnis.”
- Im Netz echauffieren sich Menschen über Dinge, die sie in der realen Welt achselzuckend hinnehmen würden.
Warum nicht einfach “aufregen”?
“Aufregen” ist das Alltagswort. “Echauffieren” hingegen hat einen leicht ironischen Unterton — wer es benutzt, distanziert sich ein wenig von der eigenen Erregung oder von der Aufregung anderer. Es ist die gehobene Variante des Sich-Ärgerns, die gleichzeitig signalisiert: Ich weiß, dass ich mich gerade aufrege, und ich finde das ein bisschen komisch.
Abgrenzung
| Begriff | Bedeutung | Unterschied zu echauffieren |
|---|---|---|
| Aufregen | Emotional erregt werden | Allgemeiner, neutraler |
| Empören | Moralisch entrüstet sein | Stärker auf Ethik bezogen |
| Erzürnen | In Wut geraten | Intensiver, weniger selbstbewusst |
| Entrüsten | Moralisch empören | Formaler, pathetischer |