Die Neigung des menschlichen Gehirns, in zufaelligen Mustern, Formen oder Strukturen vertraute Gestalten zu erkennen -- etwa Gesichter in Wolken, Steckdosen oder Felsformationen.
Pareidolie
Aussprache: [paʁaɪ̯ˈdoːliː]
Definition:
Etymologie:
Aus dem Griechischen para ('daneben, vorbei') und eidolon ('Bild, Gestalt, Trugbild'). Woertlich also ein 'Bild, das daneben liegt' -- eine Wahrnehmung, die neben der Realitaet existiert. Der Begriff wurde im fruehen 20. Jahrhundert in der Psychologie gepraegt, doch das Phaenomen selbst begleitet die Menschheit seit Urzeiten: Schon in praehistorischen Hoehlenmalereien finden sich Hinweise darauf, dass Menschen natuerliche Felsformen als Gesichter oder Tiere interpretierten und in ihre Kunst einbezogen.