Die Fähigkeit, lange Zeit sitzend zu arbeiten; Ausdauer und Durchhaltevermögen bei mühsamen Aufgaben
Sitzfleisch
Wörtlich 'Fleisch zum Sitzen', metaphorisch die körperliche und geistige Ausdauer für langes Sitzen. Der Begriff entstand im akademischen und bürokratischen Kontext des 19. Jahrhunderts. Er drückt aus, dass manche Aufgaben weniger Talent als schlichte Beharrlichkeit erfordern.
Sitzfleisch ist eine typisch deutsche Tugend: die Fähigkeit, auch langweilige oder mühsame Aufgaben mit Geduld und Ausdauer zu bewältigen.
Kulturelle Bedeutung
In der deutschen Arbeitskultur gilt Sitzfleisch als wichtige Eigenschaft. Es verkörpert Fleiß, Disziplin und Pflichtbewusstsein.
Moderne Perspektive
“Für die Doktorarbeit braucht man vor allem eins: Sitzfleisch. Talent allein reicht nicht, man muss auch durchhalten können.”
Einordnung
Sitzfleisch wird bei Leximera als Substantiv geführt. Der Begriff ist dem Bereich Psychologie und Medizin zugeordnet. Die Herkunft ist mit Deutsch verbunden. Diese Einordnung hilft, das Wort nicht nur isoliert zu lesen, sondern im passenden sprachlichen und thematischen Zusammenhang zu verstehen.
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