Numinös beschreibt ein Gefuehl ehrfuerchtiger Ergriffenheit vor etwas Ueberwältigendem, Unbegreiflichem -- ein Schaudern, das zugleich anzieht und einschuechtern kann.
Numinös
Aussprache: [nuːmiˈnøːs]
Definition:
Etymologie:
Vom lateinischen 'numen' (goettlicher Wille, Wink der Gottheit), abgeleitet von 'nuere' (nicken, zunicken). Der Religionswissenschaftler Rudolf Otto praegte den Begriff 1917 in seinem Werk 'Das Heilige', um jene Erfahrung zu benennen, die sich rationaler Erklaerung entzieht: das 'mysterium tremendum et fascinans' -- ein Geheimnis, das zugleich erschauern laesst und unwiderstehlich fasziniert. Otto wahlte bewusst eine Neubildung, weil kein bestehendes Wort diese spezifische Mischung aus Ehrfurcht, Schauder und Faszination einfangen konnte.